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Sanierputze

Sanierputze sind Spezialputze, die wasserabweisend, aber dampfdurchlässig sind. Sie besitzen einen hochporösen Aufbau bei geringer Leitfähigkeit der Kapillaren.

Beispiel (Schutz vor Versalzung):
Das salzhaltiges Wasser kann nicht direkt zur Oberfläche des Putzes durchdringen und verdunstet bereits auf der Wandoberfläche. Das Salz kristallisiert in den Poren aus und der Wasserdampf entweicht. Der Putz wird dabei langsam zerstört, schützt aber die Wand vor weiterer Zerstörung durch Salzkristallation. Es ist unbedingt zu beachten, dass ein Sanierputz erheblich dazu beitragen kann, einem Mauerwerk Salz und Wasser zu entziehen. Diese Wirkung kann aber nur erzielt werden, wenn vorher die Ursachen für das Eindringen des salzhaltigen Wassers beseitigt worden sind.

Schornsteinkopf

Der aus der Dachkonstruktion herausragende Teil des Schornsteins ist der Schornsteinkopf.

Schwefeloxid (SOx)

Aus der Sicht möglicher Umweltauswirkungen ist unter den bei der Verbrennung schwefelhaltiger fossiler Brennstoffe entstehenden Schwefelverbindungen besonders das Schwefeldioxid hervorzuheben.
Schwefeldioxid ist in den Rauchgasen von Feuerungsanlagen sowie in den Abgasen der Kraftfahrzeuge enthalten und ebenso für die Umweltschäden verantwortlich wie auch die Stickoxide (z.B. saurer Regen, Bauwerksschäden, Waldsterben etc.).
Schwefeldioxid ist ein farbloses Gas mit charakteristischem, stark reizendem Geruch.
Schon das Einatmen von geringen Schwefeldioxid-Konzentrationen ist für Menschen und Tiere schädlich.
Smog und Atemwegserkrankungen werden mit Schwefeldioxid ursächlich in Verbindung gebracht.

Sd-Wert

Der sd-Wert ist das Maß für die wasserdampfdiffusionsäquivalente Luftschichtdicke. Der sd-Wert beschreibt daher den Widerstand, den ein Baustoff gegenüber Wasserdampfdurchgang (Wasserdampfdiffusion) besitzt. Je größer der sd-Wert, umso größer der Widerstand des Baustoffs gegenüber Wasserdampfdurchgang. Durch eine dampfbremsende Folie mit dem sd-Wert 100 m diffundiert z.B. in gleicher Zeit 100 mal weniger Wasserdampf, als durch eine Luftschicht gleicher Dicke.

Silikon

Silikon ist ein elastisches Dichtungsmaterial von großer Wärmebeständigkeit und Wasserbeständigkeit.

Silizium n-Silizium

Um die Leitfähigkeit von Silizium zu erhöhen, werden gezielt Fremdatome in die ungestörte Kristallstruktur von reinem Silizium eingebaut.
Sind dies z.B. Phosphoratome, führt dies zu einer Vergrößerung der Anzahl bindungsschwacher Elektronen in der Siliziumstruktur.
Fällt nun z.B. Sonnenlicht auf die Siliziumoberfläche, werden diese bindungsschwachen Elektronen freigesetzt und stehen zum Transport von elektrischer Energie zur Verfügung.
Da Elektronen negativ geladene Teilchen sind, wird das auf diese Weise verunreinigte Silizium als n-Silizium bezeichnet (n für negativ).

Silizium p-Silizium

Wird reines Silizium mit z.B. Bor gezielt verunreinigt, entstehen Fehlstellen in der Siliziumstruktur, welche zusätzlich Elektronen aufnehmen können.
Damit entsprechen diese Fehlstellen dem Gegenteil eines freien Elektrons.
Das mit Bor verunreinigte Silizium wird damit positiv leitend (p-Silizium).

Smartmetering

Smartmetering (z. dt. intelligentes Messen)

Stromverbrauch-Messgeräte der Zukunft? Diese Geräte stellen über das Stromnetz einen direkte Verbindung zwischen Verbraucher und Lieferer von Strom her. Über diesen Kundenzugang können Verbräuche abgelesen und auch gesteuert werden. So können günstigere Zeiten für die Nutzung von Energie programmiert und gewählt werden.
(Waschmaschine oder Trockner laufen nur wenn eine voreingestellter Strompreis nicht überschritten wird)
Zukünftig wollen die Energieversorger so eine Verbindung zu allen deutschen Haushalten und Firmen herstellen.

Die derzeitigen Strommessgeräte (Zähler) gehören in der Regel den Stadtwerken und werden meist noch manuell ausgelesen.

Die Smartmeter der neuen Generation können Hinweise auf günstige Tarife geben und ermöglichen so eine zeitlich flexible, anhand von Voreinstellungen automatisierte Umstellung auf
aktuelle Angebote.
So können regenerative Energieerzeuger (z.B. Windenergie, Photovoltaik) besser in die Stromverbräuche eingebunden werden.

In einem Pilotprojekt "Projekt Smartmetering" wird 2008 getestet, wie gut diese Technik bereits funktioniert.

Solar-Thermie

Teilbereich der Solar-Energietechnik, der sich mit der wärmetechnischen Ausnutzung der Sonnenenergie befasst.

Solaranlage

Solarthermie oder Fotovoltaik (Photovoltaik) zur Erzeugung von Wärme oder Strom aus dem Sonnenlicht.
Solaranlagen lassen sich nach dem Arbeitsprinzip und der gewonnenen Energieform in drei grundsätzliche Arten unterscheiden:
Thermische Solaranlagen liefern Wärme (Groß - und Kleinanlagen),
Thermische Solarkraftwerke (Großanlagen) liefern elektrische Energie und evtl. auch Wärme oder sogar 'Kälte' über einen nachgeschalteten Prozess,
Photovoltaikanlagen liefern elektrische Energie.
Die Thermischen Solaranlagen werden zur meist verbrauchsnahen Herstellung von Wärme genutzt. Die Anlagen die Elektrizität erstellen können dezentral das Netz speisen oder werden auch lokal, meist als Minianlagen (einzelne Solarzellen zur Beleuchtung), ohne Netzanbindung eingesetzt.

Solare Gewinne

Sind energetische Wärmegewinne, die durch die Sonneneinstrahlung in einem Gebäude eingefangenen Wärmeenergien.

Solare Gewinne entstehen durch Sonnenenergie, die von Gebäudeteilen (z.B. Wände, Böden, Möbel) absorbiert wird. Solare Gewinne tragen zur Erwärmung des Gebäudes und der Raumluft bei und reduzieren so den Heizwärmebedarf von Gebäuden. Allerdings kann nur ein Teil der solaren Gewinne genutzt werden, der Rest fließt in die Umgebung ab.
Im Sommer bei und fehlender Beschattung können solare Gewinne zur Überwärmung von Gebäuden führen.

Solare Kühlung

Klimaanlagen und Kühlschränke arbeiten zur Kühlung mit elektrisch betriebenen Kompressoren die zunächst Abwärme erzeugen und steigenden Energiebedarf haben, je wärmer die zu kühlende Last ist.
Die Grundidee solarer Kühlung besteht darin, „überschüssige“ Sonnenenergie zur Kühlung von Gebäuden und oder Geräten in der heißen Tageszeit zu nutzen. Solare Kühlung spart Strom und hat, anders als bei der solaren Heizung, kein Speicherproblem:
Der Kühlbedarf steigt und fällt fast gleichzeitig mit dem Angebot an Sonnenenergie an.
Verschiedene Verfahren werden eingesetzt. Kühlschränke können sowohl nach dem Prinzip der Wärmepumpe als auch nach thermoelektrischen Verfahren betrieben werden.

Gebäude und Räume werden gekühlt, indem der warmen Raumluft durch Adsorption an geeigneten Materialien Wasser entzieht und sie damit kühlt (Verdunstungskälte).

Damit die Adsorptionsmaterialien wieder Feuchtigkeit aufnehmen können, werden sie durch Wärme getrocknet, die der Sonnenkollektor liefert.

Der gleiche Sonnenkollektor wirkt im Sommer kühlend und im Winter heizungsunterstützend.

Solarregelung

Die Regelung einer thermischen Solaranlage steuert elektronisch, druckgesteuert und temperaturabhängig die Umwälzpumpe. Die Pumpe läuft, wenn die Temperatur in den Kollektoren höher ist als im Brauchwasserspeicher, so können Wärmegewinne erzielt werden. Liegt die Kollektortemperatur niedriger und außerhalb eines vorgegebenen Temperaturbereichs, schaltet sie die Pumpe ab.
Mit dem Drain-Back-System (DBS) kann außerdem für die automatische Entleerung des Solarkreislaufs gesorgt werden, um eine Überhitzung oder Einfrieren der Anlage zu verhindern.

Solarthermie (Solarwärme)

Nutzung der solaren Strahlungswärme um mit Sonnenkollektoren für die Heizung oder die Wassererwärmung Energie zu gewinnen. In der Regel kann man mit Hilfe von Solarthermie in den Monaten Mai- September die Energie für die Warmwasserbereitung komplett mit einer Solarkollektoranlage erzeugen ohne die Heizung zu nutzen. (Dies ist natürlich abhängig von der Größe der Anklage und dem Verbrauch an warmem Wasser)

Sommerlicher Wärmeschutz

Durch bauliche Maßnahmen sollen eine zu starke Überhitzung in Gebäuden vermieden und behagliche Raumluftverhältnisse sichergestellt werden.

Vorgaben zum sommerlichen Wärmeschutz macht die DIN 4108 Teil 2 (Mindestwärmeschutz). Mit entsprechenden Maßnahmen kann z.B. der Einsatz von Klimaanlagen in den meisten Gebäuden vermieden werden.

Sonnenkollektor

Bauelement, das in Solaranlagen zur Gewinnung von Sonnenwärme eingesetzt wird. Mit Hilfe von Sonnenkollektoren wird die Sonnenstrahlung in nutzbare Wärme umgewandelt. Der Markt der Wärmeabsorber bietet verschiedene Systeme wie, z. B. Flachkollektoren oder Vakuumröhrenkollektoren an. Eine komplette Anlage besteht zumeist aus folgenden Bauteilen:
Sonnenkollektor
frostgeschützte Flüssigkeit (Wasser mit Zusatz, Sole)
Warmwasserspeicher wärmegedämmt.
Druckfeste und wärmegedämmte Leitungen
Solarregelsteuerung mit den übrigen Funktionsteilen, wie Pumpe, Thermometer, Manometer, Rückschlagventil und Sicherheitsüberdruckventil sowie Druckgefäß und Ausdehnungsgefäß)

Sorption

Mit Sorption wird die Aufnahme eines Gases oder gelösten Stoffes durch einen anderen festen oder flüssigen Stoff bezeichnet.

Darunter versteht man z.B. die Anlagerung von Wassermolekülen aus der Luft auf der inneren Oberfläche von Baustoffporen. Wird ein zunächst ganz trockener Baustoff immer höheren relativen Luftfeuchten ausgesetzt, so lagern sich zunächst die Wassermoleküle in einer Schicht (monomolekular) an den Porenwandungen an. Steigt die relative Luftfeuchte, lagern sich weitere Wassermolekülschichten an den Wandungen der Poren an (multimolekulare Belegung).



Stand der Technik

Der Stand der Technik umfasst die Gesamtheit der bis zu einem bestimmten Zeitpunkt gewonnenen technischen Erkenntnisse und bezeichnet das "derzeit technisch Machbare" (beispielsweise vom Deutschen Institut für Bautechnik zugelassene neue Baustoffe).

Die Wirksamkeit fortschrittlicher Verfahrensweisen wurde nachgewiesen, ist aber vielfach noch nicht hinreichend und langjährig erprobt. Maßgebend für die baupraktische Tätigkeit sind daher die allgemein anerkannten Regeln der Technik.

Stickoxide (NOx)

Stickoxide entstehen bei der Verbrennung in Feuerungen von Heizkesseln und Motoren aus dem im Brennstoff vorhandenen Stickstoff (z.B. im Erdgas), vorwiegend jedoch bei hohen Temperaturen durch Oxidation des Luftstickstoffes.
NOx ist die zusammenfassende Bezeichnung für Stickstoffmonoxid (NO) und Stickstoffdioxid (NO2).

Strahlungsgewinnkoeffizient (S)


Dieser Bewertungsfaktor hängt vom mittleren Strahlungsangebot während der Heizperiode, der jeweiligen Orientierung zur Himmelsrichtung und einem Korrekturfaktor ab.
Dieser wiederum beinhaltet die Strahlungsausnutzung, den Rahmenanteil des Fensters und den Verschmutzungsgrad der Scheibe.
Für Überschlagsrechnungen werden vereinfachte Werte für die einzelne Orientierung angenommen.

Strahlungsverluste

Neben den Abgasverlusten treten bei Heizkesseln auch äußere Wärmeverluste an der Kesseloberfläche auf, die man als Strahlungsverluste bezeichnet.
Der Strahlungsverlust wird wie der Abgasverlust nur indirekt ermittelt und von den Herstellern in der Regel nicht gesondert angegeben.
Er hängt von der Größe der nicht wärmegedämmten Kesselbeschlagteile, z.B. Kesseltüren, und von der Wärmedämmung des Heizkessels ab.
Der Strahlungsverlust spielt deshalb besonders bei Kesseln älterer Bauart eine wichtige Rolle.

Strahlungswärme

Entsprechend ihrer Temperatur geben alle Körper Energie in Form von Wärmestrahlung ab.
Je höher ihre Temperatur ist, desto größer ist, bei konstanter Umgebungstemperatur, die abgestrahlte Wärmeleistung.

Strahlungswärme ist bei der Wärmezufuhr unbedingt anzubieten, da sie wesentlich zur Behaglichkeit beiträgt.