Glossar
Längenausdehnungskoeffizient
Bei Erwärmung eines festen Körpers dehnt sich dieser in alle Richtungen aus.
Der Längenausdehnungskoeffizient gibt nun an wie groß die Längenänderung eines Körpers bei Temperaturänderung ist. Der Längenausdehnungskoeffizient ist eine Materialeigenschaft.
Dieser Koeffizienten ist bei der Planung wichtig, um Dehnungsverhalten zu erkennen und zu berücksichtigen.
Laibung / Fensterlaibung - Leibung / Fensterleibung
So wird der seitliche Wandbereich bei Öffnungen im Mauerwerk, z.B. für Fenster und Türen bezeichnet.
Latentwärmespeicher
In der Wärmespeicherung werden häufig die Begriffe fühlbare und latente Wärme gebraucht. Fühlbare oder sensible Wärme äußert sich in einer Temperaturerhöhung des Speicherstoffes.
Mit Aufnahme oder Abgabe latenter Wärme (vom lateinischen latere, versteckt sein) geht ein Stoff vom festen in den flüssigen Zustand über oder umgekehrt (Aggregatzustandsänderung), ohne seine Temperatur zu verändern. Als Latentwärmespeicher eignen sich Eis sowie gewisse Salze.
Leistungszahl
Die Leistungszahl ist das Verhältnis aus abgegebener Wärmeleistung (Nutzwärme) zum eingesetzten Strom (elektrische Leistung, jeweils gemessen in Kilowatt (kW).
Lüftungswärmeverluste
Wärmeverluste, die dadurch entstehen, dass warme Luft aus dem Gebäude entweicht oder kalte Luft in das Gebäude einströmt. Die Höhe dieser Verluste ist abhängig von der Dichtigkeit der Gebäudehülle und dem Lüftungsverhalten der Nutzer.
Luftdichtheit
Je besser ein Gebäude gedämmt ist, desto mehr fallen Wärmeverluste über kleine Fugen und Öffnungen ins Gewicht. Außerdem besteht in diesen Bereichen die Gefahr von Tauwasserausfall, weil die warme Luft aus dem Raum auf kalte Oberflächen (z.B. im Sparrenbereich) trifft. Luftdichtheitsschichten verhindern die Luftströmung (Konvektion) durch Bauteile hindurch.
Luftdichte Ausführungen können z.B. durch Innenputz oder Dichtungsbahnen erreicht werden. Im Rahmen der DIN 4108 und der EnEV werden bei Sanierungen, die einen bestimmten Umfang überschreiten, einzuhaltende Richtwerte zur Luftdichtheit vorgegeben. Beispiele für luftdichte Ausführungen finden Sie in der DIN 4108 Teil 7.
Luftfeuchte
Siehe relative Luftfeuchte und absolute Luftfeuchte
Luftfeuchte ( absolute )
Die absolute Luftfeuchte ist die tatsächlich vorhandene Wasserdampfmenge in der Luft. Sie wird z.B. in der Maßeinheit g/m3 oder in g Wasser / g Luft angegeben. Je wärmer die Luft ist, desto mehr Feuchtigkeit (als Wasserdampf) kann sie aufnehmen. Wenn die Temperatur sinkt, fällt Kondensat aus (z.B. als Nebel).
Luftfeuchtigkeit (relative)
Die Luftfeuchtigkeit wird meist in Relation zum Sättigungsgrad (100 Prozent) der Luft mit Wasserdampf angegeben. Die Aufnahmemenge ist temperaturabhängig. Wie aus der Tabelle ersichtlich ist, können in einem Kubikmeter Luft bei 0 ºC gerade 5 g Wasser maximal gelöst sein, während bei 20 ºC immerhin schon rund 17,5 g aufgenommen werden.
Lufttemperatur Wassergehalt in 1 Kubikmeter Luft (gerundete Werte) 40 % 60 % 80 % 100 % - 5 ºC 1,2 g 1,8 g 2,4 g 3,0 g 0 ºC 2,0 g 3,0 g 4,0 g 5,0 g + 5 ºC 2,8 g 4,2 g 5,6 g 7,0 g +10 ºC 3,8 g 5,7 g 7,6 g 9,5 g +15 ºC 5,2 g 7,8 g 10,4 g 13,0 g +20 ºC 7,0 g 10,5 g 14,0 g 17,5 g
Sinkt die Temperatur auf einen bestimmten Wert ab und wird der Sättigungsgrad dabei überschritten, kondensiert der unsichtbare Wasserdampf zu Wasser und es bilden sich kleine Tautropfen. Diese Wasserdampfkondensation kann auch an Wandoberflächen, sowie in Wärmedämmstoffen usw. stattfinden.
Luftüberschuss bei der Verbrennung
Um eine vollkommene Verbrennung zu erreichen, ist die wirkliche Luftmenge, die zur Verbrennung benötigt wird, stets größer als die theoretische Mindestluftmenge.
Der Luftüberschuss ist also der Anteil der zur Verbrennung zugeführten Umgebungsluft, welcher über der theoretisch notwendigen Menge liegt.
Luftwechselrate
Gibt an, wie häufig pro Stunde das Luftvolumen eines Raumes ausgetauscht wird. Einheit: 1/h.










