Glossar
Kanzerogenitätsindex (KI)
Die Biobeständigkeit und dadurch bedingte kanzerogene Wirkungsstärke einer mineralischen Faser wird mittels einer empirischen Formel bestimmt:
KI = die Summe der Massegehalte von Natrium-, Kalium-, Bor-, Kalzium-, Magnesium-, Barium-Oxyde abzüglich zweimal der Massegehalte der Aluminiumoxyde.
Fasern mit einem KI > 40 sind vom Verdacht freigesprochen, krebserzeugend zu wirken. Fasern mit einem KI zwischen 30 und 40 stehen im Verdacht, Krebs auszulösen.
Fasern mit einem KI < 20 gelten als im Tierversuch erwiesenermaßen Krebs erregend. Diese Einstufung ist in der TRGS 905 festgelegt.
Kapillare Leitfähigkeit
Dies ist die Eigenschaft eines Baustoffes, Feuchtigkeit über den Kapillartransport weiterzuleiten.
Kapillartransport
Der Kapillartransport ist eine physikalische Erscheinung, dass in Haarröhrchen (Kapillaren) oder porösem Material Feuchtigkeit nach oben steigt. Dieses Phänomen kann leicht z.B. bei einem Schwamm oder einem Papierküchentuch beobachtet werden.
Kapillarwirkung
Aufsteigen von Flüssigkeit (oder Feuchtigkeit) in die Poren eines Materials/Baustoffs aufgrund von Adhäsions- und Kohäsionskräften.
Kapitalgebundene Kosten
Den größten Teil der kapitalgebundenen Kosten verursachen die Investitionsausgaben einer Anlage. Je nach Investitionsrechenverfahren werden diese als einmalige Ausgaben in der Anschaffungsperiode erfasst oder mit Abschreibung über die Nutzungsdauer verteilt in Rechnung gestellt. Weiterhin gehören zu den kapitalgebundenen Kosten die Instandsetzungskosten und die Verzinsung des eingesetzten Kapitals.
Kesselwirkungsgrad
Wenn man die Feuerungsleistung um den Abgasverlust vermindert, erhält man den feuerungstechnischen Wirkungsgrad. Dieser ist jedoch wenig aussagekräftig. Erst der Kesselwirkungsgrad, den man nach Abzug der Strahlungsverluste vom feuerungstechnischen Wirkungsgrad erhält, erlaubt eine Beurteilung des Heizkessels für den Betriebszustand „Brenner ein\".
Kinetische Energie
Um einen Körper zu beschleunigen und ihn auf eine bestimmte Geschwindigkeit zu bringen, muss Arbeit verrichtet werden. Diese ist dann in Form von kinetischer Energie im Körper gespeichert.
Kohlendioxid (CO2)
Kohlendioxid entsteht bei der Verbrennung aller fossilen Brennstoffe. Durch den weiteren Fortgang der Industrialisierung ist ein ständiger Anstieg von CO2 in der Atmosphäre festzustellen. Dieser wiederum ist als der Hauptverursacher des anthropogenen Treibhauseffektes angesehen. Als Folge wird eine ständig zunehmende Erwärmung der Erdatmosphäre befürchtet.
Kohlenmonoxid (CO)
Kohlenmonoxid ist ein giftiges, geruchsloses und farbloses Gas, das im Wesentlichen bei der unvollständigen Verbrennung kohlenstoffhaltiger Materialien entsteht.
Kohlenwasserstoffe
So heißen die Verbindungen, die aus Kohlenstoff und Wasserstoff bestehen. Kohlenwasserstoffe kommen im Erdöl, Erdgas und den Destillationsprodukten anderer fossiler Brennstoffe wie Braun- oder Steinkohle vor.
Kompriband
So wird ein Dichtungsband bezeichnet, das im vorkomprimierten Zustand als Hilfsmittel zur Herstellung luftdichter Anschlüsse z.B. an das Mauerwerk eingesetzt wird. Es ist in verschiedenen Dicken im Handel erhältlich und sollte im eingebauten Zustand nur auf etwa 40 % der Ursprungsdicke aufgehen können.
Kondensat / Tauwasser
Bei der Abkühlung der Luft steigt die relative Feuchte bis zu einem Maximalwert von 100 % an. Hier ist dann die Sättigung an Wasserdampf erreicht. Die dazugehörige Temperatur nennt man Taupunkttemperatur. Wenn sich die Luft noch weiter abkühlt, kann sie die gesamte Wassermenge nicht mehr an sich binden, und es bildet sich Tauwasser (auch Schwitzwasser oder Kondensat genannt), d.h. eine gewisse Wassermenge tritt vom dampfförmigen in den flüssigen Zustand über. Es ist also festzustellen, dass sich bei Abkühlung der Luft die relative Feuchte erhöht. Beim Erreichen der Sättigungsfeuchte und weiterer Temperaturabnahme kondensiert eine bestimmte Feuchtigkeitsmenge und es bildet sich Tauwasser.
Umgekehrt bringt kühle, feuchte Luft, die z.B. bei Nieselwetter (100 % relative Feuchte) und ca. 0 ºC Temperatur in die Wohnung gelüftet und aufgeheizt wird, einen Trocknungseffekt. Bei Erwärmung auf 20 ºC sinkt die relative Feuchte auf unter 40 %.
Die Bildung von Tauwasser in Wohnräumen tritt verstärkt in den kühleren Jahreszeiten auf:
Je niedriger die Außentemperaturen sind, desto größer ist die Temperaturdifferenz zwischen Raumluft und Außenluft und umso stärker fließt Wärme durch Außenwände und Fenster ab. Dieser Wärmeverlust wird durch das Heizen der Wohnung ausgeglichen, um angenehme Raumtemperaturen zu erreichen. Der Wärmefluss durch die Außenhülle eines Gebäudes ist keine feste Größe, er ist neben der Temperaturdifferenz Innen/Außen insbesondere von den Wärmedämmeigenschaften eines Bauteils abhängig.
Konditionierung
Heizung, Kühlung, Be- und Entlüftung, Beleuchtung, Befeuchtung und Warmwasserversorgung eines Gebäudes oder einer Gebäudezone.
Konservierung
Arbeiten, die den geschichtlich überlieferten Bauzustand eines Hauses ohne neue „Zutaten“ erhalten und für möglichst lange Zeit ohne Veränderung sichern sollen
Konvektion
Die Konvektion ist ein Transport von Wärmeenergie, gebunden an die Strömung eines Mediums. Damit kann auch eine Bewegung von in der Luft enthaltenem Wasserdampf gemeint sein. Dabei kann die Strömung auch von äußeren Kräften (Pumpen, Gebläsen u.a.) erzwungen sein: Die erzwungene Konvektion.
Bei der freien Konvektion stellt sich eine Strömung als Folge von Dichteunterschieden ein. Die Dichte flüssiger und gasförmiger Körper hängt von ihrer Temperatur ab. In der Regel sinkt sie bei zunehmender Temperatur, die Stoffe werden spezifisch leichter. So steigt z.B. erwärmte Luft (wird sie von kälterer umgeben) nach oben.










