Glossar
H-FCKW
Dies sind teilhalogenierte organische Verbindungen
Teilhalogenierte Fluor-Chlor-Kohlenwasserstoffe (H-FCKW) werden als Kältemittel, Treibmittel oder Lösungsmittel eingesetzt.
H-FCKW werden synthetisch hergestellt.
Sie sind chemisch stabil, nicht brennbar und geruchslos und geschmacksneutral.
Bei H-FCKW werden Wasserstoffatome zum Teil durch die Fluor und Chlor ersetzt.
In Europa sind H-FCKW als Kältemittel in Neuanlagen nicht mehr erlaubt.
Halogene
Sammelbegriff aus der Chemie für die Elemente Fluor, Chlor, Brom, Jod und Astat
Hallogene sind so genannte Salzbildner, da sich aus ihnen in Verbindung mit anderen Elementen Salze bilden.
Heizenergiebedarf
Der Heizenergiebedarf ist der zusätzlich zu den Wärmegewinnen (solare und interne Wärmegewinne) erforderliche Wärmebedarf, um ein Gebäude auf einer gewünschten Innentemperatur zu halten.
Es ist die Energiemenge, die dem Heizsystem zugeführt wird, um den Heizwärmebedarf des Gebäudes zu decken.
Um den Heizenergiebedarf zu berechnen werden der Dämmstandart des Gebäudes, die Art der Heizung und Verteilung, die Nutzart, die Lage, übliche Wetterdaten und anderer Besonderheiten zusammengefasst um diesen zu berechnen.
Der tatsächliche Heizenergiebedarf kann nur über den Verbrauch ermittelt werden.
Heizenergieverbrauch
Die Verrechnung des Heizenergiebedarfs eines Gebäudes mit den einzelnen Wirkungsgraden der Heizungsanlage führt zur Berechnung des jährlichen Heizenergieverbrauchs. Das ist die Menge z.B. an Heizöl oder Erdgas, die pro Jahr zur Beheizung eines Gebäudes notwendig ist.
Heizgrenze
Die Heizgrenze oder Heizgrenztemperatur bezeichnet die mittlere Außentemperatur, ab der ein Gebäude beheizt werden muss. Bei Altbauten liegt sie in der Regel bei 15 °C, bei besser gedämmten Neubauten bei etwa 12 °C. Ein Altbau muss also beheizt werden, wenn die mittlere Temperatur eines Tages (Tag und Nacht) unter 15 °C liegt.
Heizkreis
So werden die für die Wärmeverteilung (Heizkörper, Mischer sowie Vorlauf- und Rücklauf) zuständigen und hydraulisch verbundenen Elemente der Heizungsanlage bezeichnet.
Heizlast
Bei der Heizlast handelt es sich um einen Begriff aus der Heiztechnik. Sie dient zur Dimensionierung (Auslegung) der erforderlichen Leistungen von Heizflächen und Wärmeerzeuger (Heizanlage) in W bzw. kW. Für die Berechnung der Heizlast werden die tiefsten Außentemperaturen angenommen, die durchschnittlich für den Standort im Winter zu erwarten sind.
Heiztage
Tage, an denen die mittlere Außentemperatur unterhalb der Heizgrenze des Gebäudes liegt. An diesen Tagen muss das Haus durch die Heizungsanlage beheizt werden.
siehe auch: Heizgrenze
Heizungsmischer
Dieser erhöht die Temperatur des zum Heizkessel zurückfließenden Rücklaufwassers durch zumischen von warmem Vorlaufwasser.
Heizungsmischer sind elektronisch steuerbar, sodass sie flexibel auf Nutzerverhalten und Witterung reagieren können, das spart Energie und Ausgaben.
Heizwärmebedarf
Energiemenge, die nach Berücksichtigung der Wärmeverluste (Transmission und Lüftung) und Wärmegewinne (solare und interne Gewinne) noch zur Beheizung des Gebäudes erforderlich ist.
Bei der Ermittlung des Heizwärmebedarfs werden verschiedene Parameter wie die Innentemperatur oder regionale Klimadaten berücksichtigt.
HEPA-Filter
Abkürzung für "High Efficiency Particulate Air"-Filter
Feinstaubfilter, der auch kleine Partikel und Schimmelpilzsporen zurückhält, wird daher u.a. bei Schimmelsanierungen eingesetzt.
Hilfsenergie
Energie, die von technischen Anlagen verwendet wird, um die zugeführte Energie in Nutzenergie umzuwandeln. (z.B. Energie für Pumpen, Ventilatoren, Regelung etc.)
Hinterlüftung
Ein Bauteil wird als hinterlüftet bezeichnet, wenn seine äußere (meist relativ dampfdichte) Schutzschicht gegen Schlagregen durch eine Luftschicht von einigen Zentimetern Stärke hinterlüftet wird.
Holzausgleichsfeuchte
Mit der Holzfeuchte wird angegeben, wieviel Wasser im Holz vorhanden ist. Schwankungen der Luftfeuchte des Raumes verursachen Veränderungen der Holzfeuchte, die durch Quellen bzw. Schwinden des Holzes zu Volumenänderungen führen. Ist die Holzfeuchte größer als die Gleichgewichtsfeuchte, gibt das Holz so viel Wasser ab (es schwindet), bis diese erreicht ist.
siehe auch: „Sorption“
Holzschutz (konstruktiver) (baulicher)
Die im Folgenden genannten Kriterien des konstruktiven oder baulichen Holzschutzes sind für alle Bauarten mit Holz wichtig:
1. Witterungseinflüsse insbesondere Niederschlag sollen abgeführt werden, weder Schnee noch Regen sollt dauerhaft auf den Bauteilen verweilen. Dachüberstand, Tropfkante und Überdeckungen z.B. aus Blech sind einzuplanen.
2. Spritzwasser darf den Sockelbereich nicht gefährden (Sockelhöhe 30 cm). Im Bereich von Podesten sind Überdeckungen sinnvoll. Auskragende Bauteile sollten immer abgedeckt sein.
3. Kapillarfugen, durch die Wasser “eingesaugt” werden kann, sollten vermieden werden (besser hinterlüftet oder luftumströmte Fugen min 1 bis 2 cm).
4. Aufsteigende Feuchte aus den an Erdreich angrenzenden Bauteilen muss durch Abstand und oder über eine Feuchtesperre oberhalb der Sohlplatte, dem Fundament oder Kellerdecke verhindert werden.
5. Feuchteeintrag durch Konvektion
Innenraumluft hat in der Heizperiode (Winter) einen höheren Feuchtegehalt als die Außenluft. Diese schlägt an kalten Oberflächen in oder an der Konstruktion nieder oder dringt in die Konstruktion ein. Spalten oder Fugen durch die Luft aus dem Innenraum in die Konstruktion eindringen kann werden durch eine funktionierende Luftdichtung (optimaler weise diffusionsoffen) vermieden (Prüfung durch den Blower-Door-Test).
6. Diffusionsoffene Konstruktionen sind im modernen Holzbau üblich in diese darf auch Feuchtigkeit eindringen, da sie eine hohe Austrocknungskapazität haben. Diese diffusionsoffenen Konstruktionen bieten eine höhere Sicherheit in Bezug auf den baulichen Holzschutz.
7. Der Einsatz von trockenem Holz ist grundsätzlich anzuraten und in vielen Bereichen auch vorgeschrieben. Holz sollte annähernd mit der Feuchte eingebaut werden, die bei der späteren Nutzung zu erwarten ist.
Holzschutz und Holzveredelung
Der Begriff Holzschutz beschreibt alle Möglichkeiten und Maßnahmen, die die natürlichen Eigenschaften des Holzes oder auch von Holzwerkstoffen in der Lebensdauer zu verbessern.
Besonderes Augenmerk wird auf das Feuchteverhalten des Holzes gelegt Aufnahme und Abgabe von Feuchtigkeit und die daraus entstehende Schädigung durch Insekten oder Pilze. Auch der Schutz vor UV-Strahlung und extremer Austrocknung sind relevant. DIN Normen gelten nur für maßhaltige Bauteilen, wie z. B. Fenster, Türen und andere.
Es gibt den konstruktiven und baulichen Holzschutz und den chemischen Holzschutzes.
Der bauliche Holzschutz ist immer die wichtigere Maßnahme rund um den Holzschutz. Dauerhafter Erhalt des Tragwerks und seiner Funktion stehen im Vordergrund. Die Konstruktion der Holzbauteile sollte so angeordnet sein, dass durch Feuchtigkeit oder Sonneneinstrahlung kein Schaden entstehen kann. Feuchtigkeit in oder an der Konstruktion kann auf unterschiedliche Weise entstehen und ist entsprechend abzuwenden. In DIN 68800-2 „Vorbeugende bauliche Maßnahmen im Hochbau“ wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die Norm keine Aussagen über Sanierungsmaßnahmen enthält, ebenfalls findet sie bei dauerhaft erdberührten bzw. wasserberührten Bauteilen keine Anwendung.
Holzvergaser / Holzvergaserkessel
Ein Holzvergaserkessel ist eine Variante eines Stückholzkessels, die Holzverbrennung erfolgt in einem solchen Kessel in 2 Stufen.
1. Holzvergasung
2. Holzgasverbrennung
Dadurch werden die Emissionen (im Vergleich zu anderen Festbrennstoffkesseln) deutlich reduziert und gleichzeitig der Wirkungsgrad erhöht.
Zunächst wird im Kesselfeuer dem Holz die Restfeuchte entzogen, dann beginnt die Holzvergasung.
Das entstanden Gas wird anschließend über der so genannten Brennerplatte vorverbrannt.
Das Verbrennungsabgas gelangt anschließend mit den restlichen brennbaren Gasanteilen in die glühende Holzkohle in der Wirbelkammer, dort verbrennen die schwer brennbaren Anteile bei Temperaturen um 1100°C. In der Nachverbrennung können dann noch weitere Bestandteile energetisch umgesetzt werden. .
Die Verbrennung findet nur unter kontrollierten Sauerstoffbedingungen statt. daher wird zu und Abluft mit Gebläsen kontrolliert. Saug- und Druckluftventilatoren kommen in den verschieden Systemen zum Einsatz. Wie oben beschrieben wird dabei Primär- und Sekundärluft unterschieden. Die Primärluft wird zur Steuerung der Kesselleistung in die Oberkammer geführt. Die Sekundärluft mit den noch nicht verbrannten Gasen wird in der Unterkammer verbrannt. Primär- und Sekundärluftzufuhr werden daher auch getrennt geregelt. Regelungen erfolgen manuell oder elektronisch.
Bei allen Holzkesseln ist eine Rücklauftemperaturanhebung notwendig, um der die Bildung aggressiver Kondensate und Teerablagerungen, die bei Rücklauftemperaturen unter 55°C entstehen, entgegen zu wirken.
Hydrophob
Dies bedeutet wasserabstoßend
Hygroskopisch
= „wasseranziehend“
Eigenschaft von bestimmten Stoffen (z.B. Salze), bei längerer Lagerung an der Luft Feuchtigkeit anzuziehen und zu binden. Feste Stoffe zerfließen oder verklumpen dadurch. Salzausblühungen an Fassaden würden bei einer Entfernung mit Wasser in Lösung gehen und nach dem Verdunsten des Wassers wieder „ausblühen“.










