Fragen & Antworten | Experten | Informationen
Suchen | Meine Suchanfragen | Häufig gestellte Fragen (FAQ) | Glossar

Glossar

A
B
C
D
E
F
G
H
 I
J
K
L
M
N
O
P
Q
R
S
T
U
V
W
X
Y
Z

A/V-Verhältnis

Das A/V-Verhältnis ist eine wichtige Größe zur Bestimmung des Gebäudeenergiebedarfs. Es ist das Verhältnis der Summe aller Außenflächen (das entspricht auch der Gebäudehüllfläche) zum beheizten Volumen eines Gebäudes. Je kleiner das A/V-Verhältnis ist (kompakte Baukörper), desto weniger Energiebedarf bei gleichem Volumen.

Abbeizmittel

Abbeizmittel sind saure, alkalische oder neutrale chemische Mittel zum entfernen von Anstrichfarben, Lacken oder sonstigen Anstrichen. Alkalische Abbeizmittel wie z.B. Natronlauge, Natriumhydroxid, Kaliumhydroxid oder Salmiakgeist (Ammoniak) und Natriumcarbonat sind ätzend. Sie werden zum Abbeizen von Kunstharzfarben verwendet. Nach der Anwendung muss der Untergrund zum Schutz mit schwachen Säuren neutralisiert werden. Dabei sollte auf ausreichende Belüftung geachtet werden.
Weiterhin gibt es noch lösende Abbeizmittel mit Aceton, Methylenchlorid und Methanol, die jedoch stark giftig sind und möglichst nicht verwendet werden sollten. Kombinierte Abbeizmittel enthalten sowohl ablaugende und lösende Bestandteile.
Anstelle von Abbeizmitteln ist auch thermisches Ablösen mit einem Heißluftfön möglich.
Allerdings können auf diese Weise Gase freigesetzt werden, die die Atemwege belasten und möglicherweise krebserregende Stoffe enthalten. Daher sollten unbedingt Masken getragen werden und die Dämpfe über einen Aktivkohlefilter abgesaugt werden. Zum Abbeizen alter Möbel (keine Kunstharzlacke) können Soda oder Pflanzenseifen Verwendung finden. Bei mechanischer Entfernung durch Abhobeln, Schleifen das Einatmen des Farb- und Holzstaubes vermeiden. Auch das Abziehen mit dem Abzieher ist möglich, eignet sich aber nur für große, ebene Flächen.
Beachten Sie unbedingt die Gefahrstoffhinweise und die Anwendungshinweise des Herstellers

Abbruch

Unter Abbruch versteht man die totale oder teilweise Entfernung eines Gebäudes vom Baugrundstück. Ein Abbruch auch von Teilen eines Gebäudes ist auch eine genehmigungspflichtige Baumaßnahme.
Sollte der Abbruch erfolgen, um für ein neues Gebäude Platz zu schaffen, ist eine Genehmigung frühzeitig zu prüfen, um nicht den Bestandschutz zu gefährden.
Fragen Sie bei einer Abbruchmassnahme bei der zuständigen Baubehörde nach!

Abdeckbahn

Abdeckbahnen bestehen aus dünnen Folien oder Pappen und dienen als Trennung von Bauteilen oder Baustoffen ohne eine abdichten Funktion ( z. B. Verhinderung, dass Zementestrichs in die Dämmschicht eindringt).
Zudem werden solche Bahnen als leichter Verschmutzungsschutz auf Böden oder großflächigen Bauteilen eingesetzt.

Abdeckfolien

Leichter Oberflächenschutz von Böden, Belägen und großflächigen Bauteilen aber auch Objekten während der Bauphase.
Beim Einsatz von Abdeckfolien ist darauf zu achten, dass diese nicht mit dem Untergrund reagieren (z.B. mit ihm verkleben oder ihn verfärben). Auch ist darauf zu achten, dass sich kein Schwitzwasser bilden kann (z.B. Abdecken von frisch gestrichenen Flächen oder frisch verlegtem Estrich)

Abdichtung

Dächer mit Neigung unter 10 Grad und Flachdächer erhalten Abdichtungen zum Schutz gegen Feuchtigkeit und Witterung. Diese Abdichtungen müssen Wasserdicht sein. Als Schutz gegen den Sonnestrahlung und mechanische Einflüsse werden Abdichtbahnen mit einer besandeten oder besplitteten Oberfläche eingesetzt; Alternativ wird auch häufig eine Schicht aus Kies zum Schutz aufgebracht.

Abdichtungsstoffe

Abdichtungsstoffe können aus verschiedenen Materialen bestehen:
Folien, Bahnen, Bleche und andere wasserundurchlässige Feststoffe, auch Lacke, Dickschichtanstriche könne abdichtend eingesetzt werden.
Grundsätzlich gilt, dass Abdichtstoffe, das Eindringen von Feuchtigkeit, in flüssiger oder auch gasförmiger Form in Gebäude, Räume, Bauteile, Bauelemente und Baustoffe verhindern sollen.

Abgasverluste

Der Abgasverlust entspricht dem Anteil der Feuerungsleistung, der mit dem Abgas den Heizkessel verlässt. Er tritt somit nur auf, wenn der Brenner in Betrieb ist. Der Abgasverlust kann nicht unmittelbar gemessen werden. Er lässt sich jedoch aus drei Messwerten, dem Kohlendioxid- bzw. Sauerstoffgehalt des Abgases, der Abgastemperatur und der Verbrennungslufttemperatur sowie aus jeweils zwei brennstoffabhängigen Beiwerten berechnen. Die drei Messwerte und den daraus berechneten Abgasverlust ihres Heizkessels können aus dem Messprotokoll des Schornsteinfegers entnommen werden.

Abluft

Über die Abluft werden verbrauchte Luft, Schadstoffe und Wärme oder Kälte aus einem Gebäude abgeführt.

In der Abluft sind häufig Gase und Stäube unterschiedlichster Arten, die bei industriellen, gewerblichen und häuslichen Produktionsprozessen und Verteilungsprozessen entstehen.

Schornsteine, Luken, Fenster und andere Öffnungen lassen die Abluft in die Atmosphäre entweichen. Auch über Ventilatoren wird die Abluft aus dem Gebäude gesaugt oder gepumpt.

Mit dem Einsatz von Wärmetauschern und Wärmepumpen kann der Abluft die Energie, die sie enthält, entzogen und zurück ins Gebäude geführt werden.

Abluftventile und Zuluftventile

Anlagen zur kontrollierten Wohnungslüftung versorgen über Öffnungen (Zuluftventile) die mit Ventilen (Klappen, Drehverschlüsse oder Ähnliches) gesteuert sind Aufenthaltsräume meist mit thermisch an die Raumluft angepasster Frischluft.
Über Abluftventile wird die verbrauchte Luft aus Nebenräumen (Bad, WC, Küche usw.) abgesaugt.
Bei der Anordnung der Ventile und Zuluftöffnungen ist zu beachten, dass keine Zugerscheinungen auftreten können.

Abseitenwände

Abseitenwände sind in der Dachschräge eingebaute Leichtbauwände, die beim nachträglichen Ausbau geneigter Dächer entstehen. Der Bereich zwischen Abseitenwänden und Dachfläche sollte gedämmt werden. Man kann den Platz großzügig verfahren dämmen. Je nach Dämmstoffart sind 16 bis 25 cm sinnvoll.

Absorber

Der Absorber ist ein Bauteil, das die einfallende Globalstrahlung in thermische Energie umwandelt und dem Wärmeträger zuleitet.

Solarkollektoren wandeln als Absorber die einfallende Sonnenwärme in nutzbare Wärmeenergie um. Der Absorber überträgt diese an die Solarflüssigkeit, die durch eine auf der Absorberfläche aufgelötete Rohrschlange fließt. So bereitet die kostenlose Sonnenenergie z.B. warmes Wasser zum Nulltarif oder unterstütz die Heizungsanlage.

Absorptionswärmepumpen

Absorptionswärmepumpen haben einen thermischen Verdichter anstelle eines Kompressors. In solchen Anlagen wird anstelle der Verdampfungswärme, die Absorptionswärme eines Gases (z.B. Ammoniak) in einer Flüssigkeit (z.B. Wasser) ausgenutzt. Diese Wärmepumpe kann mit jeder Art von thermischer Energie, die ein ausreichend hohes Temperaturniveau hat, betrieben werden. Diese Wärmepumpen profitieren von einem nahezu wartungsarmen Lebenslauf, außer einer kleinen Lösungsmittelpumpe sind keine beweglichen Teile vorhanden. Absorptionswärmepumpen werden häufig zur Nutzung von Abwärme eingesetzt.

Abstandserlaß (Abstandsregelung)

In den meisten Bundesländern geltende Vorschriften zur Berücksichtigung von Abständen zwischen Industriegebieten, Gewerbegebieten und Wohngebieten.

In Abstandslisten werden je nach Betriebsart unterschiedliche Abstände zwischen emittierenden Betrieben und schutzbedürftiger Wohnnutzung angegeben.
In Nordrhein-Westfalen werden 8 verschiedene Abstandsklassen bewertet und zugeordnet.
Die Abstände in den Abstandsklassen gehen von 100 bis 1.500 m.

Die \"Abstandsklassen\" sind als Empfehlung zu verstehen. Im Einzelfall wird von der zuständigen Genehmigungsbehörde entschieden wie groß der Abstand zu sein hat oder ob eine Unterschreitung in gewachsenen städtischen Strukturen zulässig sind. Bei neu (auf der grünen Wiese) geplanten Baugebieten wird schon von der Bauleitplanung der Abstand zwischen Wohnen, Gewerbe und Industrie abgewogen und eingeplant.

Abwärme

Abwärme ist die, bei der Energieerzeugung, Kühlen und Heizen, Krafterzeugung oder bei chemischen Prozessen anfallende Wärmeenergie, die überschüssig und daher ungenutzt in die Umwelt abgegeben wird. In Großstädten und Ballungsgebieten kann die Abwärme aus Haushalten und Industrie zu einem mittleren jährlichen Temperaturanstieg von 1 Grad Celsius führen.

Besonders Kraftwerke, mit ihrer hohen Konzentration an Abwärme, heizen mit den Kühltürmen die Umgebungsluft und das Flusswasser auf. Auch die höheren Feuchtigkeitseinträge durch Verdunstung verändern das Nahklima der in der Nähe dieser Standorte.

Durch Nutzung von Abwärme zu Heizzwecken könnte ein wesentlicher Beitrag zur Energieversorgung und Reduktion von CO2 Emissionen beigetragen werden.

Äquivalente Luftschichtdicke

Diese Kenngröße eines Baustoffes sagt aus, wie dick eine Luftschicht gemessen in Metern sein müsste, um denselben Diffusionswiderstand aufzuweisen, wie ein Bauteil bzw. eine Baustoffschicht.

Äquivalenter Wärmedurchgangskoeffizient (keq-Wert)

Im Unterschied zum k-Wert berücksichtigt dieser Wert auch die solaren Wärmegewinne während der Heizperiode. Die Wärmeverluste durch das Fenster werden um eine Gutschrift für Strahlungsgewinne verringert (siehe Formel). Der keq-Wert berücksichtigt klimatologische Randbedingungen und die verschiedenen Himmelsrichtungen.
Formel: keq = kF - SF x g [W/(m2K)].
kF = k-Wert Fenster
SF = Strahlungsgewinnkoeffizient
g = Gesamtenergiedurchlassgrad
Nach der neuen DIN 4107, „Regeln für die Berechnung des Wärmebedarfs\", werden allerdings nur die Wärmegewinne infolge diffuser Strahlung in die Rechnung miteinbezogen.

Akkumulatoren (Akku)

In ihnen wird elektrische Energie in Form von chemischer Energie gespeichert. Akkumulatoren sind wiederaufladbar. Die Entwicklung der letzten Jahre hat immer bessere Akkumulatoren auf den Markte gebracht.
In einem Akkumulator wird beim Aufladen elektrische Energie in chemische Energie umgewandelt, beim entladen genau umgekehrt
Beim Laden und Entladen entsteht Wärme und wird als Abwärme freigegeben, wodurch ein Teil der zum Aufladen aufgewandten Energie verloren geht.
.

Allgemein anerkannte Regeln der Technik (a.a.R.d.T.)

Als allgemein anerkannte Regeln der Technik sind die auf wissenschaftlichen Grundlagen und fachlichen Erkenntnissen beruhenden Regeln anzusehen, die in der praktischen Anwendung erprobt sind und von der Mehrheit der auf dem jeweiligen Fachgebiet tätigen Fachleute regelmäßig angewandt werden.

Die Regeln der Technik sind eine Sammlung von Erfahrungssätzen besonderer Sachkunde, die dynamisch an die wissenschaftliche und technische Entwicklung angepasst sind. Sie müssen nicht schriftlich niedergelegt sein. Bei schriftlich niedergelegten Regeln ist die Tatsache, dass sie in einem förmlichen Anerkennungsverfahren, z.B. im Rahmen technisch-wissenschaftlicher Verbände, entstanden sind, als wichtiger Hinweis zu werten, dass es sich um allgemein anerkannte Regeln der Technik handelt.

Laut Werkvertragsrecht liegt bei Nichteinhaltung der allgemein anerkannten Regeln der Technik ein Mangel vor. Mit der Beachtung der a.a.R.d.T. ist jedoch nicht gesagt, dass die in Normen festgehaltenen Regeln mit den allgemein anerkannten Regeln der Technik identisch sind. Die Nichtbeachtung einer Norm braucht deswegen kein Verstoß gegen die allgemein anerkannten Regeln der Technik zu sein und die Beachtung einer Norm gibt noch keine Gewähr dafür, dass allgemein anerkannte Regeln der Technik beachtet worden sind."

Altbausanierung

zusammenfassender Begriff für Baumaßnahmen an einem alten Gebäude

Altlasten

Altlasten sind mit Abfällen belastete Standorte (z.B. aus früherer Gewerbenutzung), von denen eine Gefährdung für die Umwelt - insbesondere für die menschliche Gesundheit - ausgehen kann oder bei denen die konkrete Gefahr besteht, dass solche Einwirkungen entstehen.

siehe auch: Bundes-Bodenschutz- und Altlastenverordnung

Amplitudendämpfung

Diese gibt an, wie stark der Temperaturdurchgang durch das Bauteil gemindert wird.

Über den Tag hinweg sollen z.B. in einer Wohnung nach dem Durchgang durch die Wand geringere Temperaturen innen ankommen als außen herrschen. Deshalb ist eine günstige Amplitudendämpfung (z.B. von Dämmstoffen) wichtig für den sommerlichen Wärmeschutz.

siehe auch: Phasenverschiebung

Anstriche, Anstrichstoffe, Anstrichmittel

Anstriche sind aus Anstrichstoffen oder Anstrichmitteln hergestellte Beschichtungen. Ein Anstrichstoff besteht aus Bindemitteln, Füllstoffen, ggf. aus Pigmenten und anderen Farbmitteln, Lösemitteln bzw. Verdünnungsmitteln und sonstigen Zusätzen.
Anstrichstoffe ergeben auf Oberflächen aufgetragen einen physikalisch oder chemisch trocknenden Anstrich.

Ein Anstrichstoff besteht aus Bindemittel, Farbmittel, Lösungsmittel, sowie eventuellen Zusatzstoffen zusammen.

Anstrichstoffe werden in der Regel nach organischen und anorganischen Bindemitteln eingeteilt.

Organischen Bindemittel:
Öle der Ölfarben,
Acrylharze oder Epoxydharze, die typischerweise Lacke oder Firnisse ergeben.

Anorganischen Bindemittel:
gebrannter Kalk,
Zement und Kaliwasserglas und werden in Bauwesen und der Wandmalerei eingesetzt.

Anstrichmittel, die Pigmente enthalten, werden als Anstrichfarbe oder Malfarbe bezeichnet. (Nur Anstrichmittel die Pigmente enthalten können auch den Untergrund vor UV-Licht schützen unpigmentiert Anstriche oder Oberflächen schützen vor dem Eindringen von Flüssigkeiten eine Veränderung des Untergrundes durch Sonnenlicht wird nicht verhindert.

Anstrichmittel, die zum überwiegenden Teil aus natürlichen organischen wie anorganische Materialien bestehen, werden im als Naturfarbe bezeichnet.
Mineralfarbe heißen solche, die überwiegend mineralische Bestandteile enthalten.

Anstrichmittel und ihre Funktionen:

Wandfarbe:
Dispersionsfarben, Kalkfarben oder Leimfarbe,
differenziert nach ihrer Witterungsbeständigkeit in Außenfarbe und Innenfarbe.

Vorstreichfarbe:

Farbe mit denen der Untergrund auf den späteren Anstrich mit der Deckfarbe vorbereitet werden. Auch als Haftgrund bezeichnet.

Deckfarbe meist der letzte und oberste Anstrich kann auch bei Mehrschichtigen Anstrichen oder Lackierungen mehrfach eingesetzt werden.

Versiegelung – Schlussanstrich.

Die oberste (finale) Schicht die speziellen Einflüssen oder Anforderungen an die Oberfläche genügen soll, als Schutz der darunter liegenden Schichten, glänzend, seidenmatt, polierbar, rau, elastisch oder hart.

Anstrichstoffe

Anstrichstoffe werden nach VOB Teil C, DIN 18363, Malerarbeiten und Lackierarbeiten, unterschieden in:
a) Stoffe zur Untergrundvorbehandlung
Absperrmittel, Anlaugestoffe, Abbeizmittel, Entfettungsstoffe und Reinigungsstoffe, Imprägniermittel usw.
b) Grundbeschichtungsstoffe
für mineralische Untergründe, für Holz und Holzwerkstoffe und für Metalle
c) Spachtelmassen (Ausgleichsmassen)
d) Wasserverdünnbare Beschichtungen (Beschichtungssysteme)
Kalkfarbe, Kalk-Weißzementfarbe, Silikatfarbe, Dispersionssilikatfarbe, Leimfarbe, Kunststoffdispersion, Kunststoffdispersionsfarbe, Mehrfarbeneffektfarbe, Silikonharzemulsionsfarbe, Dispersionslackfarbe, Kunstharzputz
für Holz und Holzwerkstoffe: Kunststoffdispersion, KD- und Acryl-Lasurfarbe, farbloser Dispersionslack
für Metalle: Kunststoffdispersionsfarbe
e) Lösemittelhaltige Beschichtungsstoffe (Beschichtungssysteme)
Lacke (farblose Kunstharzlacke), Lasuren, Lackfarben, je nach Eignung für mineralische Untergründe, Holz- und Holzwerkstoffe und/oder Metalle

Asbest

Asbest war ein häufig benutzter Baustoff der sechziger und siebziger Jahre. Aufgrund seiner Eigenschaften ließ sich das feinfasrige, natürlich vorkommende Mineraliengemisch zur Hitzeabschirmung, elektrischer Isolierung und zum Brandschutz verwenden. Was Asbest gefährlich macht, ist seine faserförmige Beschaffenheit. Gerade schwach gebundene Asbestprodukte, wie sie in vielen älteren Nachtspeicherheizungen zu finden sind, können gefährlichen Asbestfaserstaub an die Umgebung emittieren. Für das Auge unsichtbar, können die Asbestfasern mit jedem Atemzug bis in die Lungenbläschen gelangen und dort gefährliche Krankheiten (z.B. Krebserkrankungen in der Lunge, Bauch- und Rippenfell) auslösen.

Atmosphärischer Brenner

Durch den natürlichen Schornsteinzug wird die Luft ohne Gebläse in den Brenner gesaugt und zum Teil mit dem Gas vermischt (Primärluft), ein weiterer Teil wird erst in der Flamme zugeführt (Sekundärluft). Die Entstehung von Stickoxiden (NOx) kann durch Kühlstäbe im Bereich der Flammenspitzen reduziert werden. Eine Weiterentwicklung sind die atmosphärischen Vormischbrenner (zum Teil ventilatorunterstützt) mit einer weiteren Verringerung der Kohlenmonoxid (CO)- und Stickoxid (NOx)-Emission.

Außenanstriche und Außenbeschichtungen

Anstriche und Beschichtungen dienen der Gestaltung des Gebäudes sowie zum Schutz gegen Witterung, Wasser (Schlagregen), Feuchtigkeit, UV-Strahlung, Lichteinwirkung, Verschmutzung, Umwelteinflüsse, Fäulnis, Insektenbefall, Korrosion und mechanischen Einflüssen wie Stoßen bzw. Kratzen. Um die Gefahr von Hinterfeuchtungen zu minimieren und die Wasserdampfdiffusion von innen nach außen zu gewährleisten, sollte die Beschichtung wasserdampfdurchlässig sein. Das Risiko von Hinterfeuchtungen ist insbesondere dann gegeben, wenn durch Rissbildung im Beschichtungsgefüge eine erhöhte kapillare Wasseraufnahme stattfindet.
Anstriche müssen fest haften. Die Oberfläche muss entsprechend der Art des Beschichtungsstoffes und des angewendeten Verfahrens gleichmäßig ohne Ansätze und Streifen erscheinen. Während Innenanstriche wasch- oder scheuerbeständig sein sollten, sind für Außenanstriche nur wetterbeständige Anstrichstoffe bzw. Beschichtungsstoffe zu verwenden.

Außenwandbekleidungen mit Dachdeckungsmaterialien

Außenwandbekleidungen werden in 2 Arten unterschieden
hinterlüftete Konstruktionen und
hinterlüftete Außenwandbekleidungen (Vorhangfassaden)

Außenwandbekleidungen aus Dachdeckungsmaterialien werden meist als Vorhangfassaden ausgeführt. Eine direkt auf die Wand montierte Verkleidung (einschalige Konstruktion) ist riskant, da nicht ersichtlich ist ob durch Witterungseinflüsse oder Materialveränderung die Wand dauerhaft geschützt ist.
Eine hinterlüftete Fassade teilt sich in eine tragende, eine dämmende und eine schützende Konstruktionsebene, das Dachdeckungsmaterial übernimmt die wasserabweisende Funktion.
Die Luftschicht (min 20 mm) kann in diese Ebene eingedrungen Feuchtigkeit (durch Fugen oder Tauwasser) abführen.
Der Aufbau der Konstruktion erfordert Sachkenntnis und Erfahrung, da schon kleine Fehler zu Schäden führen können.
Langlebig und pflegeleicht sind Außenwandbekleidungen aus Dachdeckungsmaterialien eine gute Konstruktion für den nachträglichen Wärmeschutz des Gebäudes.

Feuchteschutz, Wärmeschutz, Schallschutz, Korrosionsschutz und Brandschutz sind mit den gängigen Systemen herzustellen. Sowohl kleinteilige Elemente (z.B. Schiefer) als auch großformatige Platten aus Ziegeln, Faserzement, Schiefer, Bitumen oder Metall kommen zum Einsatz ebenso verschiedene Holzverkleidungselemente